Wenn ich eines Tages abtrete und da kommt tatsächlich noch was – und wenn man es sich dann sogar aussuchen kann – dann möchte ich mit einigen wenigen Leuten und allen meinen Hunden ein "Primaten- und Hunderudel" bilden und unter Verzicht auf den ganzen intellektuellen Scheiß, der einen doch nur unglücklich macht, durch die ewigen Jagdgründe pirschen.
Ich hätte auch den verdammten ersten Apfel nicht gefressen!
Eines Tages 1964 kam mein Vater abends mit einem kleinen, zappelnden Hundekind von der Arbeit heim. Ein reinrassiger Dackel von einem Förster aus Wehr; wir nannten ihn Perry. Eine fast heile Welt mit Vater, Mutter, drei Brüdern und dem kleinen Hund. Ich erinnere mich an wenig, nur dass wir meist zu faul für weite Spaziergänge waren, weil wir lieber spielen wollten.
Damals hatte auch noch kein Mensch eine genaue Vorstellung von den Bedürfnissen eines Hundes.
Perry wurde zehn Jahre alt. Er wurde 1974 auf einem seiner Rundgänge durch unser Viertel von einem Auto überfahren und war sofort tot. Ich habe ihn ihm Garten begraben.
Das einzige Bild von Perry – während eines Sonntagsspaziergangs auf dem Hotzenwald, natürlich in verhasster Sonntagskluft, ich der "Pfarrer" links. Und typisch – der Hund im Schatten der Leute.
Hier der beste Ausschnitt, der möglich war.

Ich 1974 mit der kleinen Corry
Meine Mutter hielt genau zwei Wochen durch, dann kaufte sie sich Corina, ein Cocker Spaniel-Mädchen. Wenn ich es recht verstanden habe, wurde der arme Hund in einem Karton geschickt! Ein äußerst sensibler Hund, der kein glückliches Leben hatte, denn nach weniger Jahren entschloss man sich, den Hund abzugeben, weil keiner für ihn Zeit hatte. Scheinbar ging es Corry auch in der Fremde nicht gut.
Ich lebte damals nicht zu Hause, und alle hatten Arbeit oder Schule, aber das hätte man sich früher überlegen müssen! Die blöde Familie, die sie bekam, war auch nicht halb so nett, wie sie vorgespielt hatte. Corry wurde wieder weggegeben, war oft krank und lebte nicht lang, wie ich viel später erfahren habe.
© 2012: Marco Schwarz