Tage gehen vorbei

Tage gehen vorbei

Roman, 1981, 2009

So hieß 1981 meine erste größere literarische Arbeit, die ich versuchte, unter die Leute zu bringen, na ja, ich nahm immerhin die Herstellungskosten ein. Eigentlich ist es auf Grund der Kürze eher eine Erzählung, aber wer möchte nicht mal einen "Roman" schreiben?

Wir hatten damals einen literarischen Verein in der Stadt und gaben drei Nummern einer Zeitschrift – "Rhy-press" – heraus und zwei Büchern. Aber Dichter sind keine Vereinsmenschen, und so zerbrach das Projekt bald wieder.

Es war der Versuch, die Zeit eines jungen Mannes zwischen Fabrik, Kneipe und Wohnhöhle, zwischen Auflehnung und Resignation zu schildern. Der Text bleibt recht nah an der Wirklichkeit; die Vornamen sind alle authentisch, die Nachnamen nicht.

2009 überarbeitete ich den Roman mit einigen stilistischen und inhaltlichen Korrekturen. Er wurde bei Books on Demand veröffentlicht und ist im Buchhandel erhältlich.
ISBN: 978-3-8391-1025-6
EUR 13,90

Über dieses Buch:

Tage gehen vorbei
Ausgabe von 1981

"Tage gehen vorbei" ist das etwas düstere Bild einer späten Jugend in einer süddeutschen Kleinstadt in den 70er Jahren. Die Tage sind geprägt von schmerzlich empfundener Resignation, von Fabrikarbeit und Kneipenhocken. Dazwischen eine kurzzeitig als befreiend zu ahnende Urlaubsreise mit einem Freund, und dann wieder zurück in den Trott.

Fast meint man, dem ‘armen’ Marian sei überhaupt nicht zu helfen. Dabei bräuchte es nur ein wenig Identifikation mit einer Idee und mit Menschen, aber wo soll das herkommen?
Eigentlich ein trauriges Buch, so traurig wie die Welt, in der sich der Autor und sein Hauptdarsteller verloren sieht. Dazwischen auch immer etwas Humor, ein Lachen allerdings, das einem gelegentlich in Hals stecken bleibt.

2009 überarbeitete Schwarz der 28 Jahre alten Text, weil er ihn stilistisch nicht so gut und inhaltlich zu jämmerlich fand.

Über den Autor:

Marco Schwarz, Jahrgang 1955, legte 1981 seinen ersten kurzen Roman "Tage gehen vorbei" vor. Er arbeitete nach einem aus Unlust abgebrochenen Lehrerstudium 23 Jahre bei der Stadt und ließ sich dabei von unerzogenen Jugendlichen im städtischen Jugendhaus die Nerven martern, ehe er 2000 aufhörte und seither als zeittypisches Hybrid aus Selbstständigem und Arbeitslosem lebt.

Neben Gedichten und kurzen Texten folgte in den 90er Jahren der Roman "Small Town Blues" und 2007 der Roman "Nihilio im Westen".

Damals hatten wir ein kleines Offset-Druckgerät. Es gab noch keine PC!! Man musste eine Matrize mit der Schreibmaschine beschreiben oder andere mit einem Fotokopierer bedrucken. Sie wurden in die Maschine eingespannt, oben drückte man schwarze Farbe aus einer Tube hinein, unten steckte man Papier rein – und betete, dass sich nicht alles innen verheddert.
Später wurde das Papier auf A-5 geschnitten, und dann ging es ans Sortieren. Die fertigen Stapel wurden in einen Metallrahmen gespannt und auf dem Rücken mit Buchleim bestrichen. Zuletzt kam der Umschlag drum, und dann wurden die Bücher an den Rändern beschnitten.

Die Ergebnisse sahen nicht sehr professionell aus, aber das hatte seinen Reiz. Wir waren jedenfalls sehr stolz auf unsere Werke.

Derzeit habe ich noch einige Originalexemplare. Es waren damals die mit Fehlern, bei denen ich später an manchen Stellen unleserliche Texte überklebte.

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