Marco Schwarz online

Das Interesse der Völker

Donnerstag, 18. Mai 2017

Wenn man ständig davon spricht, dass die europäischen Regierungen, vor allem die deutsche, das Interesse ihrer Völker mißachten, sollte man einmal versuchen, dieses Interesse genauer herauszuarbeiten. Aus diesen festgestellten „Werten“ leiten sich die Aufgaben einer Regierung ab sowie Grenzen, die nicht übertreten werden dürfen, da eine Übertretung den Völkern schadet.

Zuvor schrieb ich: „Die Staatsbürger sollten diejenigen wählen, die ihre Interessen vertreten, nachdem sie sich verdeutlicht haben, worin überhaupt ihre Interessen bestehen.“ Wollen wir einen Versuch wagen? Ist es überhaupt noch möglich, über alle Gräben hinweg gemeinsame Interessen zu formulieren?

Was wollen die Menschen eines Volkes?

Die Menschen eines Volkes wollen frei sein, gesund bleiben, weiterleben, sich ernähren, für ihren Nachwuchs sorgen. Darüber hinaus wollen sie konsumieren, heute mehr Dinge als gestern besitzen oder zumindest nicht weniger. Sie wollen ein Rechtssystem, das alle Bürger gleich behandelt. Sie wollen mit ihresgleichen in Frieden leben, in Freundschaft sogar. Sie wollen nicht zu bald sterben, und sie haben kulturelle Wünsche: Bildung, Unterhaltung, Ablenkung. Manche wollen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten vermehren, jeder seinen Wohlstand erhalten oder erst aufbauen. Sie wollen in Sicherheit leben, körperlich und seelisch unversehrt durch andere bleiben, und viele wollen in Gemeinschaft mit ihrem Volk, nicht aber verloren zwischen entwurzelten Fremden leben. Und alle brauchen eine geistig-emotionale Einbindung in die Geschichte und Traditionen ihrer Völker, um nicht gesellschaftlich atomisiert ein kaltes, leeres, trauriges Leben leben zu müssen.

Schon erhebt sich Widerspruch. Reiche legen keinen Wert darauf, dass der Staat diese Verhältnisse schafft, denn das tun sie selbst für sich. Linksextreme wollen das Land im Chaos versinken sehen. Weltverbrüderer wollen „One World“ und jeden Fremden umarmen, auch den, der ihnen dabei die Taschen leert. Besonders gute Menschen verzichten auf fast alles und entschuldigen jeden für alles, was er tut, es sei denn es handelt sich um einen „Nazi“. Wir lassen in unserer Betrachtung diese Leute weg und fragen uns demnach, was das Interesse der ganz normalen Menschen ist, der Millionen, die mit ihren Steuern und Einkäufen die Staaten am Leben halten oder es gerne tun würden.

Was davon ist Aufgabe des Staates?

Da wir offiziell nicht im Sozialismus leben, hat der Staat sich nicht um jede Kleinigkeit zu kümmern. Vor allem, wenn man bedenkt, welchen Rattenschwanz mit Millionenkosten jede kleine Wohltat in den Händen des Staates auslöst: Erst wird gestritten, dann eine Kommission gegründet, und am Ende schenkt man uns „Projekte“ für frei erfundene, völlig an den Haaren herbeigezogene Phantasiegebilde wie den ganzen Gender-Unsinn. Das Projekt „Kampf gegen Rechts“ verschlingt mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr! Wer hat das bestellt? Die Versorgung der „Flüchtlinge“ hat 2016 etwa 23 Milliarden Euro gekostet. Dieses Geld nimmt man Ihnen weg. Warum? Weil man es kann! Und weil man sich verpflichtet fühlt, aber nicht Ihnen, die die Parteien und ihre Anhängsel gewählt haben, sondern diffusen Werten und einer Weltgemeinschaft, deren Rechte irgendwann von irgendjemandem festgelegt wurden. Bei dieser Gelegenheit schafft man viele neue Stellen und Einnahmemöglichkeiten, so dass jeder Mitläufer versorgt und ein alles überdeckendes Spinnennetz der Parteienherrschaft ausgebreitet werden kann. Nein, das haben wir nicht bestellt!

Was also sind die wahren Interessen der europäischen Völker, die ihre Staaten befriedigen sollten? Jeder sollte für sich zumindest in Gedanken so eine Liste erstellen, am besten nur mit den wichtigsten Punkten.

  • Sicherheit. Schutz vor Gewalt und Verbrechen
  • Rechtssicherheit, Gleichheit vor dem Gesetz. Nach Möglichkeit einfach, verständlich, angemessen. Bereinigung der Gesetze auf Notweniges und Sinnvolles. Durchsetzung der Gesetze
  • Infrastruktur. Erhaltung und Ausbau der Verkehrswege, der Energieversorgung. Wasser, Telefon, Umweltschutz etc., das ganze ideologiefrei und ohne das Volk doppelt und mehrfach auszusaugen
  • Wirtschaftsfreiheit. Ermöglicht die Versorgung der Bürger und ihr Einkommen
  • Schutz der Arbeiter vor Ausbeutung. Widerstand gegen die kapitalistische Globalisierung
  • Grenzsicherung sowohl der europäischen Staaten als auch der EU. Radikale Begrenzung unerwünschter Zuwanderung. Konsequente Rückführung von illegal Anwesenden und Straftätern
  • Schutz der verfassungsgemäßen Freiheiten wie Redefreiheit ohne „Volksverhetzungs“-Bestimmungen
  • Schutz von Geschichte, Tradition und Gegenwart vor Staats- und Parteienideologie. Verbot politischer Manipulation wie Gender-Unsinn, „Kampf gegen Rechts“ und „Korrektheit“
  • Umfassende ideologiefreie Bildung. Jeder nach seinen Fähigkeiten vom Kindergarten bis zur Rente
  • Sozialversorgung bedürftiger Bürger. Keine Einwanderung in Sozialsysteme

Was ist nicht Aufgabe des Staates?

Da wir nicht im Sozialismus leben, hat sich der Staat ganz einfach aus allem herauszuhalten, das ihn nichts angeht.

Der Staat hat kein Recht zur Meinungsmanipulation, kein Recht, die freie Rede zu unterbinden, kein Recht, die Ansichten der Parteien als obligatorische Volksmeinung zu verbreiten, sondern die Pflicht, den „frei Redenden“ vor Diskriminierung und sozialer und wirtschaftlicher Zerstörung zu schützen. Die Staats“diener“ haben nicht das Recht, nach Toleranz zu rufen und jeden zu unterdrücken, der nicht der verlangten vorgegebenen Meinung folgt.

Diese Liste positiver und negativer Anforderungen kann jeder für sich anpassen. Und erst dann sollte er sich umsehen nach einer Partei, die seinen Vorstellungen am nächsten kommt und sie dann wählen.

Was Ihre Wahl bedeutet

Wenn es zu ganz speziellen Fragen keine Volksabstimmungen gibt, ist die Wahl der Staats- und Regionalparlamente die einzige Möglichkeit des Volkes, seine Zustimmung oder Ablehnung zu bestimmten Positionen vorzubringen. Besser sollte man nicht den Versprechungen vor den Wahlen glauben, sondern betrachten, was die Parteien in der vergangenen Zeit getan haben. Ja, man sollte sehr streng urteilen, denn man wird erst wieder nach Jahren gefragt.

Die Entscheidung: Sie können Ihren Wahlzettel zerreissen oder ihn mit Schweinereien besudeln. Damit senken sie entweder die Wahlbeteiligung oder erhöhen die ungültigen Stimmen. Schön, aber damit ist wenig erreicht, denn die Gewählten tun trotzdem, was sie wollen. Bleibt nur, sich alle Parteien anzusehen. Wirklich alle, denn es gibt nicht nur die großen im Bundestag. Eine von allen wird Ihren Vorstellungen am nähesten kommen. Also wählen Sie sie!

Eins allerdings müssen Sie sich verdeutlichen: In der Demokratie zählt der Wunsch der Mehrheit, und wenn die Mehrheit eine bestimmte Gruppe von Parteien an die Macht bringt, dann haben diese Parteien das Recht, nach ihren Vorstellungen zu regieren. Dann macht sich das Volk lächerlich, wenn es kurz nach der Wahl wieder anfängt herumzuheulen, dass nichts so läuft, wie man es gerne hätte. Dann hat die Mehrheit wirklich die Regierung, die sie gewählt und verdient hat.

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