Marco Schwarz online

Integration auf römisch

Freitag, 26. Mai 2017

Auch im römischen Imperium stellte sich die Frage nach der Integration Fremder, und sie wurde nicht auf so selbstmörderische Weise beantwortet wie im heutigen Westeuropa. So lange Rom dazu in der Lage war, kümmerte es sich um sein eigenes Interesse und tat mit den Fremden, was ihm selbst nützte.

Das Römische Reich zur Zeit Kaiser Hadrians (125 A.D.)
Das Römische Reich zur Zeit Kaiser Hadrians (125 A.D.)
Autor: Furfur, German localization (with minor changes) of the original Image:Roman_Empire_125.svg, made by Andrei nacu

Seit Rom seine Macht auf angrenzende Völker ausweitete, musste es die Frage beantworten, wie es mit den dort lebenden Menschen ungehen wollte. Man war nicht zimperlich. Widerstand wurde niedergemacht. Doch in allen Fällen blieben Menschen übrig, die fortan im Imperium lebten. Welche Rechte und Pflichten hatten sie?

Grundlage des Zusammenlebens war das römische Recht. Sehr genau regelte das Bürgerrecht, wer was durfte und musste (Wikipedia: Römisches Bürgerrecht). Über Jahrhunderte lebten die Menschen in Frieden, der „Pax Romana“, wobei man sich über die Sicherheit einfacher Menschen in armen Stadtvierteln keine Illusionen machen sollte. Währenddessen herrschte in den Grenzregionen fortwährend Krieg. Da wir nicht die ganze Sozialgeschichte Roms abarbeiten können, betrachten wir den Norden Galliens und die germanischen Provinzen am Rhein.

Julius Caesars Niederwerfung Galliens war blutig, aber mit den Jahren entwickelte sich Gallien zur blühendsten Provinz des Imperiums. Unter fester Hand der Kaiser und ihrer Verwaltung setzte eine „Romanisierung“ auf fruchtbarem Boden ein. Teuer bezahlt durch hohe Steuern kulturierte Rom das Land durch Bau von Fernstraßen und Städten. Handel, Handwerk, Landwirtschaft und Kultur erblühten auf ein Niveau, wie es später nie wieder erreicht wurde. Unter den Kaisern Augustus und Tiberius versuchte man, auch Germanien zu „integrieren“, doch der Plan scheiterte am Widerstand der „Barbaren“. Schließlich wurde der Rhein mit dem Limes zur Grenze, wobei auch der Limes nicht auf Dauer gehalten werden konnte. Später bildeten etwa Rhein und Donau die Reichsgrenze. Fortan war linksrheinisch römisch, zivilisiert und wohlhabend, rechtsrheinisch … so etwas wie Albanien, „de schäl Sick“, wie man noch heute in Köln hören kann.

Die Germanen waren kein einiges Volk, sondern bestanden aus vielen regionalen Stämmen. Später bildeten die westlichen Völker zwei große Stämme, die Franken und Alamannen, die das Westreich im 5. Jahrhundert zum Einsturz brachten. Etliche Germanen waren längst linksrheinisch angesiedelt und wurden mitkultiviert. Es entstanden die Provinzen Gallia Belgica, Hauptstadt Trier, Germania Inferior, Hauptstadt Mainz und Gemania Superior mit der Hauptstadt Köln. Im Raum um Köln lebten die germanischen Ubier, nördlich und westlich die Tungrer und Bataver, die schon bald den Kaisern in Rom die Leibwache stellten.

Und wie wurde integriert?

Einheimische und Angesiedelte wurden intergriert, indem sie arbeiteten, am Wirtschaftsleben teilnahmen und sich an die Gesetze hielten. Die meisten waren und blieben Bauern, die ihre Abgaben zahlen mussten. Kulturell wurde nichts aufgezwungen und man konnte anbeten, wen man wollte, aber Roms Zivilisation hatte eine magnetische Wirkung, und jeder wollte sich gerne „aus dem Staub zu den Sternen“ weiterentwickeln.

Die einfachste Integration boten die Legionen. Männer fremder Völker traten den Hilfstruppen bei und erhielten nach Ablauf ihrer Dienstzeit das römische Bürgerrecht. Es gab tungrische Kohorten, batavische Reiterei und viele Hilfstruppen aus allen „integrierten“ Völkern. Fortwährend waren die Rheingrenzen gegen plündernde Horden und großangelegte Einfälle zu sichern. Unversehrte Gefangene bekam die Wahl zwischen der Arena und der Legion. Keine schwere Entscheidung! Viele Gefangene wurden als Sklaven verkauft.

Man wäre nicht auf die Idee gekommen, fremde Flüchtlinge zu integrieren, wenn sie nicht von Nutzen waren. Es gab auch kein Meer, über dass sich Flüchtlinge anderen Ländern hätten aufdrängen können, denn das Meer, das Mittelmeer war komplett mit allen Küsten in römischer Hand. Niemand segelte ab, wenn man es nicht wollte. Und wäre tatsächlich eine Gruppe von Flüchtlingen an einer Grenze erschienen, hätte man sie entweder vertrieben oder versklavt. Arbeit gab es überall genug.

Natürlich waren die Römer noch nicht mit den Wohltaten des Christentums und den Werten der Aufklärung beschenkt worden. Sie konnten also nichts dafür. Wir hingegen haben diese Geschenke erhalten und nicht mehr die Wahl, uns wie Rom zu verhalten. Rom jedoch scheiterte am Ende auch an misslungener Integration. Es verlor die Kraft, sich gegen immer neue hereindrängende Germanenstämme zur Wehr zu setzen. Dabei dienten in den Grenztruppen am Rhein längst Römer, Gallier und Germanen nebeneinander. Das 4. Jahrhundert war geprägt von germanischen Eroberungszügen und römischer Rückeroberung. Doch längst konnte die Zeit nicht mehr zurückgedreht, die Zerstörung rückgängig gemacht werden. Man lebte noch immer gut und relativ sicher, aber im Niedergang. Die Kraft des alten, starken Reiches zerfiel, und Mitte des 5. Jahrhunderts brach alles zusammen.

Die neuen Herren, die Franken, aus denen bald die Dynastie des Merowinger hervorgehen sollte, waren zum Glück schon so gut integriert, dass sie ihr Land auf den römischen Fundamenten betreiben konnten. Franken, Gallier und Romanen formten gemeinsam das neue Staatsvolk unter einer fränkischen Herrenschicht.

Das Christentum hatte das prächtige alte Reich zersetzt und griff nun auf die Eroberer über. Mehr oder weniger konnte noch immer jeder glauben, was er wollte, aber die Druck der Christen wurden immer stärker. Schon musste man die alten Götter heimlich verehren. Glücklicherweise war man nach der Abwehr der bestialischen asiatischen Hunnenhorden als Süd- und Mitteleuropäer wieder unter sich.

Was lernen wir daraus?

Ich nichts, ich weiss es bereits, da ich es niederschreibe. Die meisten von euch da draußen vermutlich auch nichts, denn die meisten von euch haben sich den Kopf weichreden lassen. Es soll keine Rassen unter den Menschen geben. Ja, die Genderidioten verbreiten ungestraft und staatlich gefördert, dass sogar die Geschlechter eine Erziehungssache seien! Also muss mir der Pimmel durch die Erziehung gewachsen sein. Meinem Hund auch? Es soll alles gleich, gleichwertig, einheitlich sein, und jeder dieser Gleichen genießt an jedem Ort die gleichen Rechte. Die Herrschenden haben zwar gepanzerte Autos und Bodyguards, die Reichen ihre Schutzzonen, aber sonst sind alle gleich.

Hier ein Artikel aus der Jungen Freiheit: Einwanderungskrise: Nur eine Atempause

Ist es nicht so, dass in jedem Erdteil eine bestimmte Art von Menschen leben, seien es nun Rassen, Völker oder gleiche Einzelne? In Asien leben Asiaten, im arabisch-islamischen Raum die Araber und Moslems, in Afrika die Afrikaner. Und in Europa leben traditionell – weil sie es sich erkämpft und gehalten haben – die weissen Menschen. Ist das nicht gut so? Soll das nicht so bleiben oder wieder werden? Soll nicht, wenn schon nicht jedes Land, dann doch wenigstens jeder Kontinent seine eigenen Probleme selbst lösen und seine eigenen Menschen selbst versorgen? Speziell Afrika bringt immer mehr Menschen hervor, die scheinbar nicht ernährt werden können. In wenigen Jahrzehnten soll sich die Bevölkerung noch einmal verdoppeln! Doch wenn wir alle gleich sind, warum schaffen sie es dann nicht, sich zu reformieren und anzupassen? Wollen sie wirklich, dass wir dauerhaft ihre überzähligen Nachkommen verköstigen? Haben die denn keine Ehre? Und was geht uns das eigentlich an?

Ihr alle, ob Linke oder Rechte, ob „Gutmenschen“ oder nicht, ihr könnt erzählen, was ihr wollt. Doch ich bin der beklemmend-festen Überzeugung, dass wir nur noch eine kurze Zeit die Wahl haben, ob wir uns über die selbstauferlegte Moral hinwegsetzen und uns rigoros mit allen erforderlichen Mitteln gegen die Masseneinwanderung abgrenzen oder ob wir uns in unseren Untergang hinein weiterhin mit einer Moral schmücken, über die unsere Eroberer lachend hinwegtrampeln werden.

Dabei geht es um keine „historische Schuld“ und keine Geschichtsbegradigung, es geht ums Ganze, um Frieden, Freiheit und die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ – oder Plagen biblischen Ausmaßes für Europa. Schön war der Fall der Berliner Mauer. Aber nicht schön, sondern eine Katastrophe ist der Verzicht auf Abgrenzung zwischen einem Wohnstandsgefälle. Der Zustrom kann rein physikalisch erst versiegen, wenn es kein Gefälle, also keinen Wohlstand mehr gibt.

Vielleicht wäre die beste Lösung sogar eine römische: Da man im Meer keine Grenze ziehen kann, wird man die Anrainerstaaten des Mittelmeeres auch integrieren müssen, um dort die feste Grenze zu errichten. Allerdings nicht so, dass darauf die Bevölkerung dieser Staaten zu wandern beginnt. Man käme vom Regen in die Traufe.

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