Marco Schwarz online

Wen soll man wählen?

Montag, 19. Juni 2017

Im September 2017 findet die Bundestagswahl statt. Wenn man sich Gedanken über Politik macht, sollte man sich auch überlegen, wen man warum wählen könnte. Man kann Wahlen zwar prinzipiell verweigern oder zu faul und gleichgültig sein, sonntags aus dem Bett aufzustehen, aber alle anderen sollten erst nachdenken und nicht wie Trottel auf einem Narrenschiff den ankreuzen, der einem die schönsten Faxen vorspielt.

Eigentlich ist ganz einfach: Welche Partei verspricht mir am ehesten das, was mir selbst richtig erscheint, was meinen Interessen entspricht? Und zwar für mich, meine Familie, meine Stadt, Deutschland und Europa. Und wird sie das Versprochene auch wenigstens in groben Zügen verwirklichen, wenn sie „an die Macht“ kommt?

Klingt doch ganz einfach. Nun möchte ich niemanden dahin beeinflussen, dass er das wählt, was mir richtig erscheint, sondern ihm, und noch viel weniger möchte ich mit einem Wahlaufruf denen Stimmen verschaffen, die mir völlig entgegenstehen.

Es führt kein Weg daran vorbei. Man muss sich einen Überblick verschaffen, welche Parteien es gibt, nicht nur im Bundestag, sondern auch alle kleinen, was sie jeweils anstreben, und was einem selbst – sagen wir – die drei wichtigsten Themen sind. Und bitte lassen Sie sich nicht von diesem lächerlichen, durchschaubaren Spiel beeinflussen, dass man sich zwischen Merkel und Schulz zu entscheiden habe. Das beweist schon, dass zumindest die großen Parteien die Masse der Wähler für Idioten halten, denn die Wahl zwischen Merkel und Schulz ist etwa so entscheidend, als ob man wählen müsste zwischen Schokopudding und Pudding mit Schokoladengeschmack. Es ist einfach das gleiche! Es ist nur ein dummes Spiel, mit dem man abgehalten werden soll, sich elementare Fragen zu stellen.

Wenn man sich natürlich zu Merkel oder Schulz und ihren Parteien hingezogen fühlt, wenn man sich von ihnen Verbesserungen erhofft, dann muss man sie ankreuzen.

Meine 3 Themen für die Wahlentscheidung

Schutz vor Überfremdung und Islamisierung

Meiner Ansicht nach geht die Aufnahme außereuropäischer Fremder entschieden zu weit. Welche Partei will den Zuzug reduzieren oder abschaffen? Wer will diejenigen, die sich nicht an den deutschen „Landfrieden“ halten, aus Deutschland zurückführen? Wer sorgt dafür, dass gesetzlose, staatsfremde „No-Go-Areas“ zurückgewonnen und wieder dem deutschen Gesetz unterstellt werden? Wer verhindert, dass der „politische Islam“ jenseits aller Glaubensfreiheit zu einer politischen Macht in Deutschland wird? Wer verhindert die Einwanderung z.B. aus Osteuropa in die deutschen Sozialsysteme?

Abmilderung der kapitalistischen Globalisierung

Die schwierigste aller Forderungen. Betrachtet man die Ereignisse seit 2000, scheint es, dass keiner eine Chance hat, der sich der Globalisierung in den Weg stellt. Rein köperlich wird man vernichtet, wenn man Ghaddafi oder Saddam heisst, politisch beiseite geschoben durch Nichternstnehmen und Lächerlichmachen wird man in Europa. „Alternativlosigkeit“ ist die Antwort auf jede Kritik. Globalisierung ist eine dreckige Lüge, denn sie verheisst Offenheit und Freiheit für jeden. Sie bedeutet jedoch die uneingeschränkte weltweite Unterjochung unter den Kapitalismus. „One World“ ist in letzter Konsequenz eine einförmige, gleichgeschaltete Ausbeutungs-, Produktions- und Verbrauchsmaschinerie, in der Lebewesen nur noch als Ameisen funktionieren, sinnlos leben und sinnlos ableben. Wobei jeder erkennen kann, dass man für einen weltweiten Konsum auf europäischem Niveau eine zweite Erde zur Ausbeutung bräuchte.

Ist man kurz einmal ganz ehrlich, so scheint auch die maßlose weltweite „Migration“ nur ein weiterer Schritt zur Zerrüttung der Völker und zum Ameisendasein. Mir ist schon klar, dass all die Migranten „auch nur Opfer“ sind, die wir aber nicht noch zusätzlich hier retten können.

„Wir brauchen keine Klamotten für 2 Euro! Wir wollen keine Ameisen werden!“ Welche Partei hilft uns dabei? Kann überhaupt jemand den Moloch bremsen? Kann man ihn ein wenig verlangsamen? Hier habe ich keine Illusionen.

Reorganisation Europas in Sinne der Völker

Niemand ist gegen Europa! Jedenfalls niemand mit Verstand. Europa ist unser Ursprung, unsere Heimat, unser „System“. Europa besteht aus der Fläche seiner Länder, seiner Geschichte und Kultur und den Völker, die es seit langem bewohnen und bearbeiten. In der Anfangszeit fielen Stämme übereinander her; nach dem römischen Reich entstanden Staaten, die sich abschlachteten, und das endete vorerst 1945. Das soll so bleiben. Europa soll sich näher kommen und sich einigen. Aber nicht so: Als „Player“ in der Globalisierung, als Bürokratiemonstrum, als „Weltsozialamt“. Wer hat eine Vorstellung eines „guten“, funktionierenden Europas?

Keine namentliche Empfehlung

Ich nenne an dieser Stelle keine Partei, die ich wählen werde. Wer Demokratie will, muss sich selbst Gedanken machen. Wer sich dem verweigert, ist heute schon Ameise.

Wahlentscheidung für Unentschlossene

Seit 30. August 2017 gibt es den aktuellen „Wahlomat“ zur Bundestagswahl. Dort kann man anonym 38 Fragen zur eigenen Meinung beantworten und bekommt dann eine Auswahl, welche Parteien am ehesten zu dieser Meinung passen. Es dauert einige Minuten. Zum Wahlomat.

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