Marco Schwarz online

Wohin mit den Armutsflüchtlingen?

Montag, 8. Mai 2017

Wir können nicht ansatzweise alle Fremden aufnehmen, die gerne in Europa leben möchten, und wegen dieser Wertegemeinschaft meinen wir, sie nicht außerhalb Europas ihrem Schicksal überlassen zu dürfen. Was also tun?

Neue Städte an der libyschen Küste

Deutschland hat 2016 23 Milliarden Euro für die Versorgung der „Flüchtlinge“ ausgegeben. Geld scheint also genug vorhanden. Die Armutsflüchtlinge kommen fast alle aus der Hitze. Sie können nichts besonderes, aber Schaufel, Hammer und Machete kann jeder bewegen. Also gründet die EU neue Städte an der libyschen Küste, baut sie aus, mittelfristig mit dem eingesparten Geld abgereister Flüchtlinge, und kommt gemeinsam mit Libyen nach 10 bis 20 Jahren sogar in die Gewinnzone. Wie geht das?

1. Schritt: Verträge

Die EU schließt mit Libyen einen Vertrag zur Errichtung mehrerer Städte an der Küste und zur Rückführung von Flüchtlingen. Vorteil Libyen: Landesausbau, Landessicherung, Wirtschaftsaufschwung, langfristige Gewinne. Wichtig: Die EU bezahlt nicht Libyen dafür, sondern sie finanziert den Aufbau der Städte.

2. Schritt: Wasser und Energie, Strassen

Kraftwerke zur Stromversorgung müssen gebaut werden; Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Öl oder Atom. Überlandleitungen verbinden die neuen Städte und libysche Städte. Ein Strassennetz verbindet die neuen Städte. Die Standorte werden so gewählt, dass Landwirtschaft in großem Stil möglich ist. Meerwasserentsalzungsanlagen und Rohrleitungen von innerlibyschen Wasserreservoirs leiten Wasser ins Umland der neuen Städte. Großräumige Bewässerung setzt ein.

3. Schritt: Wohnung und Arbeit

In den neuen Städten werden Wohnungen, Verwaltung, Fabriken und Plantagen errichtet. All diese Arbeiten werden unter Anleitung europäischer Ingenieure und Monteure von Flüchtlingen ausgeführt.

4. Schritt: Sicherheit

Jede neue Stadt wird Garnisonsstandort. Jede Garnison sichert die Stadt mit ihrem Umfeld sowie ihren Küstenabschnitt, so dass kein Boot ohne Erlaubnis an- oder ablegen kann. Islamismus im Umfeld wird vernichtet.

5. Schritt: Umsiedlung

In Europa wird die soziale Untzerstützung der Flüchtlinge vollständig eingestellt. Flüchtlinge verlassen (freiwillig oder erzwungen) Europa und kehren in ihre alte Heimat zurück oder besiedeln die neue Heimat. Sie beginnen unmittelbar zu arbeiten. Die Ankommenden werden sofort verteilt: 10 % zu den Garnisonen, 20 % in die Fabriken, 10 % als Stadt- und Gemeindearbeiter und Dienstboten, der Rest in die Landwirtschaft. Einzelne Gebildete finden sofort eine gute Stelle. Unbesetzbare Funktionen wie Offizierscorps und Ärzte werden aus Europa besetzt.

Wirtschaft

Die neuen Städte sind nicht Teil der EU, sondern Libyens. Sie sind auch nicht Teil der Eurozone. Verrechnet wird in Landeswährung. Ihr Betrieb erfolgt genossenschaftlich. Inhaber sind die EU, Libyen und die Vertretung der jeweiligen Stadt. Erzielte Gewinne werden reinvestiert. Während der Aufbauphase entrichten die Städte 10 % Gewinnsteuer, 8 % an die EU, 2 % an Libyen.

Die Wirtschaft der Pflanzstädte dient vorrangig der Selbstversorgung und der Beschäftigung der Bewohner. Ziel ist nicht die Steigerung der Produktivität, sondern der Vorrang der menschlichen Arbeit. Fabriken und Manufakturen stellen haltbare Waren her. Die Landwirtschaft sorgt für qualitativ hochwertige Nahrung. Langfristig ist mit guten Exportchancen dieser Produkte zu rechnen. An den Exportgewinnen sind EU und Libyen beteiligt.

Gesellschaft

In den Pflanzstädten herrscht Religionsfreiheit. Mission und religiöse Beeinflussung sind bei härtesten Strafen verboten. Alle weiteren Gesetze regeln die neuen Städte selbst. Jede Stadt wird von einem Senat regiert, der sich aus Vertretern der EU, Libyens und der Stadt selbst zusammensetzt. Die Garnisonen stellen Polizeikräfte.

Nach dem Grundsatz „Voll ist voll.“ wird keine Ghettobildung im Umfeld der Städte geduldet. Nicht die Städte wachsen, sondern nach Bedarf ihre Anzahl. Im Falle der Blüte dieser Neusiedlungen wird ihr Beispiel weitere Länder dazu bringen, ihre eigenen Flüchtlinge in ähnlicher Weise unterzubringen.

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