Marco Schwarz online

Wieviele Menschen braucht Europa?

Sonntag, 7. Mai 2017

Millionen Menschen aus Afrika und aus arabischen Ländern drängen nach Europa, weil sie Kriegen und Armut entgehen möchten. Millionen sind schon in Europa angekommen, und ein Ende ist nicht erkennbar. Viele weitere Millionen werden versuchen, ebenfalls nach Europa zu gelangen. Europa ist nicht begeistert, erweist sich aber als einigermaßen wehrlos. In allen anderen „weißen“ Staaten ist der Andrang ähnlich, die Wehrlosigkeit nicht unbedingt.

Der Unterschied zwischen Rom und unserer Gegenwart ist der Einsatz von Menschen. Rom hatte bereits beeindruckende mechanische Maschinen, aber dennoch wurde der überwiegende Teil der Arbeit von Menschen und Tieren geleistet. In meiner Nachbarschaft werden eben die Fundamente für ein Firmengebäude errichtet, aber statt Arbeitern mit Schaufeln und Pickeln sieht man Maschinen. Noch vor Jahrzehnten wären in dieser Baugrube Dutzende Männer beschäftigt gewesen. Aber die Moderne hat sich entschieden, die meiste Arbeit von Maschinen erledigen zu lassen, um die Produktivität zu steigern. Also steigt die Produktivität und mit ihr steigen die Profite, und sehr viele Menschen werden nicht mehr zur Produktion gebraucht.

Der Kapitalismus steckt aber in einem Dilemma, denn zwar werden längst nicht mehr alle Menschen für die Produktion gebraucht, aber kaufen muss die Waren schließlich jemand. Also hat der Staat die Aufgabe, öffentlichen Frieden, Produktion und Konsum zu gewährleisten. Das hat auch das Sozialsystem moderner Staaten hervorgebracht. Auf der Ebene der EU scheint darauf hingearbeitet zu werden, dass bessergestellte Staaten die Kosten der ärmeren mittragen. Exporte in verschuldete Länder werden mit Krediten finanziert. Denn der Kapitalismus ist eine Bestie. Eine Bestie, die nur bis morgen denkt, so als gäbe es kein Übermorgen, und die die gesamte bewohnbare Welt in einen globalen Markt und eine Kloake umformen will, wo billig produziert, gierig konsumiert und großzügig weggeworfen wird. Der Tanz auf dem Vulkan als höchstes politisches Streben. Länder, Völker, Grenzen, Recht und Ordnung sind nicht mehr vonnöten, oder nur soweit, dass der Konsumwahnsinn ungestört in den Untergang tanzen kann. Es ist klar, dass alle, die sich mit dem Wahnsinn arrangiert haben, keinen Sinn in der Erhaltung indigener Völker sehen. „Das ist nutzloser Egoismus! Warum wollen die denn anders sein?! Wir sind alle gleich und wir verrecken gemeinsam, die Reichen etwas später!“ Hauptsache, jeder kann den Untergang mit dem neuesten Iphone filmen, hochladen und teilen.

Der Kapitalismus folgt keinem Geist und keiner Moral. Einziger Antrieb ist die Gewinnmaximierung, wenn sicher auch nicht jeder seiner Vertreter so denkt. Doch alle jene, die bereit sind, Strukturen einst funktionierender Staaten aufzulösen und Menschen fast wahllos über Länder zu verteilen, machen sich ohne es zu wollen zur Fünften Kolonne des Kapitalismus. Auch wenn sie auf ihren Standarten hehre Ziele der Menschlichkeit vor sich hertragen.

Wieviele Menschen braucht Europa? Wieviele erträgt es?

Individualisierung und Zersplitterung der Gesellschaft bei gleichzeitiger Zerrüttung geistiger Werte hin zu Narzissmus und Nihilismus haben bewirkt, dass die Europäer im Schnitt zu wenige Kinder bekommen. Es wurde ihnen verleidet. Es sterben mehr Alte als Junge nachwachsen. Ergo schrumpft und altert die Bevölkerung. Die Wirtschaft ruft nach Einwanderung, weil sie viele Stellen nicht mehr besetzen kann. Zugleich gibt es einen Stamm von Arbeitslosen und schlecht gebildeten Jugendlichen, die für die freien Stellen nicht zu verwenden sind. Jeder kann somit verstehen, wenn „die Wirtschaft“ nach indischen Programmieren und osteuropäischen Altenpflegern sucht.

Ausreichend nachwachsende Menschen, die ihr Arbeitleben lang in die Sozialkassen einzahlen, sind aber Voraussetzung für das Funktionieren des Sozialstaates, und dieser wiederum ist unerläßlich für den „sozialen Frieden“.

Mit den Armutsflüchtlingen wäre es so einfach – wenn heute noch Rom wäre! 1 Million pro Jahr? Kein Problem! Zwei Millionen? Warum nicht! Die Ankommenden würden sofort verteilt: 10 % zu den Hilfstruppen der Legionen, 20 % in Bergwerke und Steinbrüche und auf Baustellen, 10 % als Stadt- und Gemeindearbeiter und Dienstboten, einige der Stärksten in die Arenen und der Rest in die Landwirtschaft. Einzelne Gebildete fänden sofort wie heute eine gute Stelle. Leider ist heute nicht mehr Rom, und die Mehrzahl aller angekommenen Armutsflüchtlinge wird zu lebenslangen Sozialhilfeempfängern. Sehr wahrscheinlich auch ihre Kinder und Enkel.

Also steht Europa angesichts der Flüchtlinge nicht vor der Frage, wo sie arbeiten können, sondern wovon sie ohne jeglichen Nutzen für die europäischen Staaten versorgt werden können. („Zahl der Flüchtlinge, die Hartz IV erhalten, ist um 113 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen“ Quelle: Focus online, 13.01.17). Und wie sie sich in ihrer Untätigkeit in der „neuen Heimat“ verhalten.

Mit Sicherheit werden Armutsflüchtlinge nicht die Suche nach Facharbeitern beenden. In einem nie dagewesenen Aderlass werden den Deutschen Steuern und Abgaben entzogen. Einfache Berechnungen können zeigen, bei welcher Zahl Bedürftiger die Sozialsysteme zusammenbrechen. Dann gibt es auch keine Rente mehr, weil nichts mehr zu verteilen da ist!

Weiterhin muss man sich fragen, ob man denn wirklich den scheinbaren Mangel an Einwohnern mit Fremden auffüllen möchte, denn natürlich kann man die Zahl der in Deutschland Lebenden bei 80 Millionen halten, aber es sind dann nicht mehr „unsere Leute“, sondern es ist einfach jemand. Eigentlich sollte die Einwohnerzahl gehalten werden, damit ausreichend Arbeiter in die Sozialkassen einzahlen und nicht Fremde sich davon aushalten lassen.

Warum werden uns die Armutflüchtlinge als „Bereicherung“ verkauft? Wer wird durch sie bereichert? Gewollt ist, dass das Volk glaubt, es selbst würde durch die neuen Bewohner bereichert. Eine Bereicherung erfolgt nur für diejenigen, die finanziell von der Versorgung der Flüchtlinge profitieren. Ach, halt, so war das nicht gemeint? Es geht um ideelle Werte? Ach so. Weiterhin profitieren die Flüchtlingshelfer emotional davon, weil sie ihr gebeuteltes schlechtes Gewissen erleichtern und endlich teilen können. Dieser Zweck hätte sich weitaus kostengünstiger mit psychotherapeutischen Mitteln erreichen lassen. Zuletzt wird die Kriminalitätsrate bereichert, und das ist verständlich, denn in unser Land sind bis zu 80 % junge, ungebildete, selbstbewußte, sexuell aktive moslemischen Männer gekommen, die nicht einmal geahnt haben, dass man sich in Europa friedlich und tolerant verhält und für sich selber sorgt.

Warum weist man dann nicht europaweit alle Armutsflüchtlinge ab? Die Zahl der wirklich politisch Verfolgten, für die das Asylrecht geschaffen wurde, ließe sich leicht tragen. Die einfache Logik sagt einem, dass niemandem geholfen ist, wenn wir andere retten und deswegen mit ihnen zugrunde gehen. Trotzdem muss es Gründe für dieses unlogische Verhalten geben.

Der verlogene Mythos der Werte

Weil wir es nicht können! Weil wir uns mit den aufgezwungenen Mythen der Wertegemeinschaft den Mühlstein von Menschenrechten, Gleichheit, Toleranz und Aufenthaltsrecht an den Hals haben hängen lassen. Selbstverständlich haben wir die Pflicht, in den Staaten der EU den Menschenrechten Geltung zu verschaffen. Aber wir haben nicht die Pflicht, allen Menschen aller Ländern der Erde diese Rechte plus kosten- und tatenlose Versorgung zu schenken.

Es kann sich nur um eine verheerende Mischung aus Bosheit und Naivität handeln, die sich von der Spitze des Staates bis in die Herzen der einzelnen Flüchtlingshelfer in jeder kleinen Stadt gesenkt hat. So weit sie gläubig sind, verwechseln sie die Forderungen der heiligen Schrift mit den Erfordernissen des natürlichen politischen Überlebenskampfes und ihre Menschheitsträume mit jahrtausendealten erfolgreichen Überlebensstrategien. Sie glauben, der Mensch sei gut. Aber davon gibt es nur ein paar.

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